Cindy Friske Finanztrainerin

ETF-Sparplan für Anfängerinnen: So legst du wirklich los

Du hast genug verglichen. Du hast Videos geschaut und Listen gelesen, und das Geld liegt trotzdem noch auf dem Konto. Hier steht, worauf es beim ersten ETF-Sparplan wirklich ankommt und was du getrost weglassen kannst.

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1,8 Prozent So groß ist der übliche Kostenunterschied pro Jahr zwischen einem aktiv gemanagten Fonds und einem ETF. Das klingt nach wenig. Über zwanzig Jahre und ein Depot von 30.000 Euro kann daraus ein fünfstelliger Betrag werden, der nicht bei dir landet, sondern bei der Fondsgesellschaft.

Was ein ETF ist

ETF steht für Exchange Traded Fund, also für einen börsengehandelten Fonds. Ein breit gestreuter Welt-ETF hält Aktien, also Unternehmensanteile, an hunderten bis über tausend der größten Firmen weltweit. Du kaufst also nicht einen einzelnen Anteil, sondern den ganzen Korb.

Das ist der entscheidende Punkt. Steigt der Markt insgesamt, steigt dein ETF mit. Gerät ein einzelnes Unternehmen in Schieflage, fangen die anderen das ab. Du bist nicht darauf angewiesen, den richtigen Gewinner vorherzusagen, denn du hast sie alle.

Drei Fragen, bevor du überhaupt suchst

Bevor du den ersten Fondsnamen googelst, brauchst du Klarheit über dich selbst. Diese drei Antworten bestimmen alles Weitere.

Tipp Schreib diese drei Antworten auf, bevor du weitergehst. Ohne sie vergleichst du Produkte, ohne zu wissen, wonach du suchst.

Worauf du bei der Auswahl achtest

  1. Die Kostenquote Sie heißt TER und steht für Total Expense Ratio, also die jährlichen Gesamtkosten in Prozent. Unter 0,25 Prozent ist gut, unter 0,20 Prozent sehr gut. Zum Vergleich, aktiv gemanagte Fonds liegen oft bei 1,5 bis 2 Prozent.
  2. Die Nachbildungsmethode Physisch replizierende ETFs kaufen die enthaltenen Aktien, also die Unternehmensanteile, wirklich. Das ist die transparentere Variante und für den Anfang die ruhigere Wahl.
  3. Ausschüttend oder thesaurierend Thesaurierend bedeutet, dass Erträge automatisch wieder angelegt werden. Für den langfristigen Aufbau ist das praktisch, weil der Zinseszins ohne dein Zutun arbeitet.
  4. Das Fondsvolumen Ab etwa 100 Millionen Euro gilt ein ETF als etabliert. Sehr kleine Fonds werden häufiger wieder geschlossen, und das kann dich Geld kosten. Wird ein Fonds aufgelöst, werden deine Anteile verkauft und ausgezahlt. Steuerlich zählt das wie ein normaler Verkauf, auf deine bis dahin aufgelaufenen Kursgewinne fällt also Abgeltungsteuer an, sobald dein Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Wird der Fonds stattdessen mit einem anderen verschmolzen, bleibt es oft steuerfrei, aber eben nicht immer. Ein ausreichend großer Fonds erspart dir diese Frage von vornherein.
  5. Das Depot dahinter Direktbanken und Neobroker sind meist deutlich günstiger als das Depot der Hausbank. Achte auf keine Depotgebühren, niedrige oder keine Sparplankosten und eine App, mit der du zurechtkommst.

Warum deine Bank dir davon selten erzählt

Eine Bank ist kein gemeinnütziger Verein. Sie verdient, wenn sie Produkte verkauft, an denen sie mitverdient. Aktiv gemanagte Fonds bringen ihr einen Ausgabeaufschlag von oft 3 bis 5 Prozent beim Kauf und dazu jedes Jahr eine laufende Vergütung. Ein ETF bringt ihr davon nichts. Deshalb taucht er im Beratungsgespräch häufig gar nicht erst auf.

Das macht deine Beraterin oder deinen Berater nicht zu schlechten Menschen. Es macht die Empfehlung nur interessengebunden. Fünf Prozent Ausgabeaufschlag auf 10.000 Euro heißen, dass 500 Euro weg sind, bevor dein Geld einen einzigen Tag für dich gearbeitet hat.

Die eine Frage Frag im nächsten Bankgespräch direkt, ob die Bank für diese Empfehlung eine Vergütung erhält. Und lass dir das Informationsblatt mit den laufenden Kosten geben, bevor du unterschreibst. Die Antwort sagt dir mehr als jede Broschüre.

Und dann einfach laufen lassen

Wenn der Sparplan steht, ist deine Arbeit getan. Er kauft jeden Monat automatisch, auch wenn die Kurse fallen. Gerade dann bekommst du für denselben Betrag mehr Anteile. Leg den Abbuchungstag kurz nach dem Gehaltseingang, dann ist das Geld weg, bevor du es ausgeben kannst. Einmal im Jahr schaust du kurz, ob der Betrag noch zu deiner Lebenssituation passt.

Drei Leitfäden zum Mitnehmen

Zum Ausdrucken, zum Abhaken, zum immer wieder Nachschlagen. Du bekommst nicht nur diese drei, sondern den Zugang zur kompletten Bibliothek mit allen kostenfreien Leitfäden, auch zu allen Themen, die noch dazukommen.

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Trag deine Positionen ein, und ich schaue persönlich darauf. Du erfährst, wo sich deine Fonds überschneiden, welche Unternehmen bei dir am schwersten wiegen und wie sich dein Geld auf Regionen und Branchen verteilt. In Euro und in Prozent.

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Cindy Friske, Finanztrainerin für Mütter

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Ich bin Cindy, ehemalige Bankerin, langjährige Investorin, dreifache Mama und Finanztrainerin. In der Bank habe ich gesehen, welche Wege man Kundinnen lieber nicht zeigt. Wenn du magst, schauen wir gemeinsam, was zu deiner Situation passt.

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