Kinderdepot eröffnen: So legst du Kindergeld für dein Kind an
Du überlegst schon länger, ob das Kindergeld auf dem Junior- oder Sparkonto wirklich gut aufgehoben ist. Die kurze Antwort lautet nein. Die längere findest du hier, ohne Fachchinesisch und in der Reihenfolge, in der du sie wirklich brauchst.
Warum Junior- und Sparkonto dein Kind Geld kosten
Das klassische Sparbuch vergeben die meisten Banken heute gar nicht mehr. Wer für sein Kind ein Konto eröffnet, bekommt in der Regel ein Sparkonto, ein Juniorkonto oder ein Kinder-Girokonto. Und bei einigen Anbietern sind die tatsächlich ordentlich verzinst, teilweise sogar besser als manches Tagesgeldkonto.
Der Haken steckt im Kleingedruckten. Diese guten Zinsen gelten fast immer nur bis zu einem bestimmten Betrag, oft ein paar tausend Euro, und nur bis zu einem bestimmten Alter deines Kindes. Alles darüber wird deutlich schlechter oder gar nicht verzinst. Das heißt, genau dann, wenn nach ein paar Jahren wirklich Geld zusammengekommen ist, greift der gute Zinssatz nicht mehr.
Dazu kommt die Inflation. Sie frisst jedes Jahr einen Teil der Kaufkraft, und über 18 Jahre ist das kein kleiner Effekt. Dein Kind hat am Ende zwar den eingezahlten Betrag, aber davon kann es sich weniger kaufen als heute.
Was ein Kinderdepot ist und was hineingehört
Ein Kinderdepot ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen deines Kindes läuft und das du als Erziehungsberechtigte verwaltest. Es gibt keine Obergrenze, ab der es sich nicht mehr lohnt, und es läuft von allein, sobald es einmal eingerichtet ist.
Was darin liegt, entscheidest du. Ein Kinderdepot kann eine einzige Position enthalten oder mehrere, je nachdem, welche Rendite du erwartest und wie viel Zeit und Wissen du in die Auswahl stecken möchtest. Wer nur eine Position wählt, nimmt klassischerweise einen breit gestreuten, weltweit anlegenden ETF. Das ist ein bewährter Anfang, aber es ist eben ein Beispiel und keine Vorschrift.
Was in deinem Fall sinnvoll ist, hängt von deiner Situation ab. Wichtiger als die perfekte Zusammenstellung ist im ersten Schritt, dass überhaupt etwas passiert.
Die fünf Schritte zum Kinderdepot
- Entscheide dich für ein klares Ziel Was soll dein Kind mit 18 haben? Ein Startkapital für die Ausbildung, einen Puffer für den ersten eigenen Schritt, oder einfach die Freiheit, selbst zu entscheiden? Schreib es in einem Satz auf. Dieser Satz ist der Unterschied zwischen dem Depot, das ein Gedanke bleibt, und dem, das du heute einrichtest.
- Wähle das richtige Depot Du brauchst keinen Banktermin und keine Beratung, die dich in Produkte drängt, die du nicht brauchst. Kinderdepots gibt es komplett online. Nicht jeder Anbieter führt überhaupt Depots für Minderjährige, das ist dein erstes Ausschlusskriterium. Achte danach auf zwei Dinge, nämlich keine Depotgebühren und kostenfreie Sparplan-Ausführungen.
- Entscheide, was ins Depot kommt Für den Anfang reicht vielen Müttern eine einzige breit gestreute Position, die weltweit anlegt. Sie investiert gleichzeitig in hunderte bis tausende Unternehmen, sodass eine schwächelnde Branche von den anderen aufgefangen wird. Wenn du dir mehr Rendite wünschst und bereit bist, dich tiefer einzuarbeiten, sind auch mehrere Positionen möglich. Worauf du in beiden Fällen achtest, ist eine niedrige Gesamtkostenquote und die Frage, ob Erträge ausgeschüttet oder automatisch wieder angelegt werden.
- Richte den Sparplan einmal ein Du legst fest, wie viel monatlich investiert wird, ab wann und von welchem Konto. Schon 25 Euro im Monat sind ein echter Start. Wenn du das Kindergeld dafür nutzen möchtest, kannst du es direkt als Quelle einplanen.
- Lass ihn laufen Das ist der schönste Schritt, weil du nichts mehr tun musst. Jeden Monat werden automatisch Anteile gekauft, auch wenn der Markt schwächelt. Gerade dann, denn dann bekommt dein Kind für denselben Betrag mehr Anteile. Einmal im Jahr schaust du kurz, ob der Betrag noch zu deiner Lebenssituation passt. Mehr ist nicht zu tun.
Was die meisten Mütter aufhält
Es ist selten das fehlende Wissen. Es ist die Suche nach dem perfekten Anbieter, dem perfekten Fonds und dem perfekten Zeitpunkt. Wer vor fünf Jahren mit einer soliden, breit gestreuten Anlage angefangen hätte, statt weiter zu vergleichen, hätte heute fünf Jahre Zinseszins mehr. Diese Zeit bekommt man nicht zurück.
Dein Kind profitiert nicht vom perfekten Produkt. Es profitiert von der Zeit, die du ihm schenkst.
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Ich bin Cindy, ehemalige Bankerin, langjährige Investorin, dreifache Mama und Finanztrainerin. In der Bank habe ich gesehen, welche Wege man Eltern lieber nicht zeigt. Wenn du magst, schauen wir gemeinsam, wie ein Kinderdepot in deine Gesamtsituation passt.
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